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Girindus halten 19.03.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Aktie der Girinuds AG (WKN 588040) ist für die Analysten der Stadtsparkasse Köln ein Marketperformer.
Das Unternehmen beschäftige sich mit der Verfahrensentwicklung, dem Scale-Up und der kommerziellen Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen und deren Vorprodukten auf biotechnologischem und chemischem Weg.
Girindus biete als "One-Stop-Shop" Dienstleistungen für alle Phasen zwischen der Wirkstoffentdeckung und der Markteinführung von Pharmazeutika an. Die Gesellschaft profitiere von der zunehmenden Tendenz zum Outsourcing dieser Bereiche durch die etablierten Pharmaunternehmen und vor allem durch die wachsende Zahl der Biotechnologieunternehmen, die zumeist über keine Produktionskapazität und kein Produktions-Know-how verfügen.
Die steigende Anzahl neuer Wirkstoffe aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Pharma- und Biotechnologieunternehmen lasse ein hohes Wachstum des Marktes für die pharmazeutische Auftragsproduktion erwarten.
Als Anbieter von Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie partizipiere Girindus vom dynamischen Wachstum vor allem im Bereich der roten Biotechnologie, trage aber im Gegensatz zu seinen Kunden nicht das Risiko des Scheiterns eines Wirkstoffes während der Zulassung.
Girindus biete die Möglichkeit der kostengünstigen Verbindung biotechnologischer und chemischer Verfahrensschritte an einem Produktionsstandort. Die hohe Flexibilität in der Verfahrens- und Mengenvariation biete Wettbewerbsvorteile. Die Konkurrenten haben oftmals nicht so variable Produktionsmöglichkeiten.
Durch umfangreiche Investitionen in den Ausbau der Technologiebasis und in das Human Capital plane Girindus die Marktstellung in den USA und Deutschland auszubauen. Erklärtes Ziel sei es, sich als ein führender Full-Service-Anbieter am Markt zu etablieren.
Das Unternehmen habe Anfang November überraschend die Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Der erhöhte Fehlbetrag sei insbesondere auf außerordentliche, nicht wiederkehrende Aufwendungen unter anderem bei der Einführung neuer Verfahrenstechnologien, gestiegener Anlauf-Kosten für den US-Standort sowie auf einen Forderungsausfall zurückzuführen. Es seien strukturelle und organisatorische Maßnahmen eingeleitet worden, welche die Ergebnissituation im kommenden Geschäftsjahr verbessern sollen.
Girindus habe Zahlen für das Geschäftsjahr 2001 vorgelegt. Der Umsatz sei um 38% auf 19,4 Mio. Euro gestiegen und habe damit nur moderat unter der Unternehmens-Prognose von 20 Mio. Euro gelegen. Im November hatte das Unternehmen die Ergebnisprognose nach unten korrigiert. Es sei ein Betriebsverlust von 9 Mio. Euro erwartet worden. Der Betriebsverlust belaufe sich nun auf 8,3 Mio. Euro und sei damit besser als erwartet. Das EBITDA sei nicht genannt worden, die Prognose vom November sehe ein negatives Ergebnis von 5,7 Mio. Euro vor. Girindus sehe sich mit kurzfristig verfügbaren Mitteln in Höhe von 20 Mio. Euro solide finanziert. Weitere Informationen zum Jahresabschluss sollen Ende März präsentiert werden.
Das Unternehmen sei in einem interessanten Geschäftsfeld aktiv und befinde sich nach Meinung von Analysten der Stadtsparkasse Köln mit der Fokussierung auf das API Geschäft auf dem richtigen strategischen Weg. Girindus werde vom Trend zum Outsourcing in der Biotech-Branche profitieren können. Mit der Revidierung der Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr seien die Erwartungen enttäuscht worden. Es bleibe abzuwarten, wie sich die eingeleiteten strukturellen und organisatorischen Maßnahmen auswirken werden. Girindus habe mit einem Vertrauensverlust zu kämpfen, nachdem man bereits im Oktober 2000 die Prognosen habe revidieren müssen.
Aufgrund des Vertrauensverlustes erwarten die Analysten der Stadtsparkasse Köln künftig nur eine marktkonforme Entwicklung. Um das Vertrauen der Investoren zurückzubekommen wird Girindus künftig die Erfüllung der eigenen Prognosen unter Beweis stellen müssen.
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